Heutzutage ist der Berg “Montjuïc” einer der am häufigsten besuchten Orte Barcelonas, und zwar nicht nur wegen der hervorragenden Aussicht auf die Stadt, sondern auch, weil er einen Rundgang durch die Kultur und Geschichte Barcelonas bietet.
Der Berg “Montjuïc” wurde im Rahmen der Weltausstellung von 1929 erschlossen und es wurden die heutigen Ausstellungspavillions und Sporteinrichtungen erbaut.
Wir beginnen unseren Rundgang an der vielbefahrenen “Plaça Espanya”, zu Füßen der beiden venezianischen Türme von 47 Metern Höhe, die als Eingang zur Weltausstellung von 1929 errichtet wurden. Dem Boulevard “Maria Cristina” folgend, treffen wir auf den Brunnen “Font Mágica”, der mit seinem farbigen Licht und den Wasserfontänen ein schönes Schauspiel zum Rhythmus der Musik bieten, welches einen Besuch wert ist.
Die Wasserspiele kann man zu folgenden Zeiten sehen: 1. Oktober bis 30. April: freitags und samstags von 19 bis 21 Uhr jeweils zur vollen Stunde. 1. Mai bis 31. September: donnerstags bis sonntags und vor Feiertagen von de 20 bis 24 Uhr alle 30 Minuten (letztes Wasserspiel um 23.30h) Wenn möglich sollte man das “Piromusical” (Wasserspiele und Feuerwerk) nicht verpassen, welches zum Stadtfest “La Mercè” (23. September) veranstaltet wird.
Der alte Nationalpalast, am Ende des Boulevards “Maria Cristina” gelegen, beherbergt das Nationale Kunstmuseum (Museo Nacional de Arte de Catalunya -MNCA), mit einer mittelalterlichen Kunstsammlung. Bedeutend sind auch die Ausstellungen des Caixa Forum, sowie des Deutschen Pavillons des berühmten Architekten Mies Van de Rohe, ein weitres Symbol der Weltausstellung von 1929. Beides findet sich am Ende des Boulevards.
Aus Anlass der Olympischen Spiele von 1992 wurden zahlreiche Gebäude errichtet, die den sogenannten Olympischen Ring bildeten. Hervorzuheben ist der “Palau Sant Jordi“ des japanischen Architekten, mit einem einzigartigen Design, welche ursprünglich als Halle für Sportveranstaltungen geplant war, aber mittlerweile auch als Veranstaltungsort für Konzerte und Ausstellungen Verwendung findet und bis zu 17.000 Menschen fasst. In unmittelbarer Nähe steht ein weiteres Symbol der Olympiade: eine stilisierte olympische Fackel, welche nach einem Entwurf des spanischen Architekten Santiago Calatrava errichtet wurde und schon von weitem erkennbar ist. Innerhalb des Olympischen Rings befindet sich auch das Olympia-Stadion, in dem die Eröffnungs- und Schlussfeiern stattfanden. Die Fassade gehört zum alten Stadion, einem Gebäude der Weltausstellung von 1929, der Innenraum wurde jedoch komplett erneuert und fasst jetzt 77.000 Zuschauer.
Die Besuchszeiten des Olympiastadions sind: Täglich von 10 bis 18h. Eintritt frei.
Das Olympiagelände hinter uns lassend folgen wir dem Boulevard “Miramar” in Richtung der Festung und gelangen so zur “Joan Miró Stiftung”, welche die bedeutendsten Skulpturen und Gemälde dieses katalanischen Künstlers.
Nicht weit davon entfernt liegt das Griechische Theater (“Teatre Grec”), ebenfalls zur Weltausstellung von 1929 errichtet, und Hauptbühne des Sommerfestivals “Grec”, bei dem Theater, Tanzvorstellungen, und Konzerte veranstaltet werden. Das Theater wurde ähnlich einem griechischen Amphitheater gebaut und ist einen Besuch wert.
Ein wenig weiter oben kommen wir zum zur Festung von Montjuïc, von wo aus man eine spektakuläre Aussicht auf Barcelona hat. Heute befinden sich in der Festung das Waffenmuseum und das Museum für Comics und Illustration.
Auf dem Weg zurück zur „Plaça Espanya“ ist der Besuch des “Poble Espanyol” (Spanisches Dorf) zu empfehlen, wo Nachbauten der typischsten spanischen Gebäude aus jeder Region stehen und verschiedenste Handwerksbetriebe traditionelle Arbeiten anbieten. Außerdem ist das „Poble Espanyol” ein beliebter Veranstaltungsort für Konzerte.
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